Grundschule

 

 

 

 
 
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Stellungnahme des
Vereinsrings Hirschberg e.V.
zur drohenden Schließung der Hirschberger Grundschule

Der Vereinsring Hirschberg e.V. ist der Zusammenschluss von 20 Vereinen mit zusammen über 2000 Mitgliedern - deutlich mehr als Hirschberg Einwohner hat (was sich durch Doppelmitgliedschaften in Vereinen erklärt). In einem so großen Zusammenschluss sind nicht immer alle einer Meinung, gibt es manchmal Differenzen und Spannungen. Aber derzeit herrscht große Einigkeit: Einigkeit in der Empörung. Wir - und da spricht der Vereinsring Hirschberg für eine ganz große Mehrheit der Hirschbergerinnen und Hirschberger aller Altersstufen - wir sind empört über die Planung, die Grundschule Hirschberg zu schließen.
Der Vereinsring Hirschberg hat sich in den letzten Jahren für viele richtungsweisende Projekte im Ort engagiert: Das Jubiläum im Jahr 2008, Schnadezüge, der erfolgreiche Weihnachtsmarkt, der weit ins Umland den besten Ruf genießt. Wir haben all das unternommen, um unseren Ort attraktiv zu machen, für die Einwohner, aber auch attraktiv als Ortsteil der Stadt Warstein und für eventuell interessierte Zuzügler. Und ganz nebenbei sind durch diese Maßnahmen auch viele tausend Euro an Steuergeldern in die Kassen der öffentlichen Hand geflossen. Der Vereinsring versteht sich als aktiver Gestalter der Entwicklung unserer Ortes. Und das tut er vor allem, weil es ,von der Stadt‘ seit Jahren keine Impulse mehr gibt. „Kein Geld“, so hören wir immer wieder, wenn es um Projekte der Dorfentwicklung geht. Seit Jahren wissen wir in Hirschberg: Wenn wir etwas erreichen wollen, dann müssen wir es selber machen, von woanders kommt nichts mehr (für die wenigen Ausnahmen sind wir einzelnen Personen besonders dankbar!). Und wir haben gelernt, mit wenig Geld aber mit Ideen und Engagement etwas zu erreichen.
Mit diesem Zustand haben wir uns irgendwie eingerichtet. Was aber in letzter Zeit passiert, das verschärft unsere Situation unerträglich. Um es deutlich zu sagen: Wir fühlen uns von der Stadt nicht mehr nur im Stich gelassen, in Hirschberg verbreitet sich die Meinung, dass unser Ort aktiv demontiert wird. Ob das wirklich so ist, spielt keine Rolle. Die Stimmung ist da. Und eine solche Stimmung wirkt verheerend! Sie zerstört den Frieden und das Zusammenleben in einer Stadt.
Die Schließung des Freibades war ein schmerzhafter Schritt; vor allem für den über Jahre höchst aktiven Förderverein. Unser Ort hat das Opfer gebracht, widerwillig, aber letztlich ist auch uns klar: Es muss gespart werden. Mittlerweile aber fragen wir uns: Wo wird denn noch gespart? Wo sind die schmerzhaften Einschnitte in anderen Ortsteilen? Ist eine Theateraula unantastbar, nur weil sie in Belecke steht? Und das Freibad hat gezeigt: Selbst Sparen kann unerwartet teuer werden, wenn man übersieht, dass Folgekosten entstehen. Wußte man wirklich nicht, dass man ein Freibad nicht einfach zukippen darf? Wer weiß, welche Folgekosten man noch ,übersehen‘ hat!
Wir fürchten, dass die Schließung der Grundschule eine Bewegung in Gang setzt, die uns immer tiefer herunter zieht: Wird die Turnhalle ohne Schule gehalten werden können? Was kommt noch? Sportplatz? Rathaus?
Wir möchten nicht nur als schmucke Kulisse dienen, wenn es darum geht, nach außen zu glänzen. Wir wollen, dass Hirschberg weiterhin ein lebendiger Ort bleibt. Und zu einem lebendigen Ort gehört unsere Grundschule. Wir erwarten Ideen von den Fachkräften in den verschiedenen Verwaltungen; immerhin werden sie eigentlich genau dafür bezahlt. Wir erwarten, dass das oberste Ziel die Erhaltung der Schulstandorte ist (wie man es andernorts beobachten kann) und nicht die möglichst schnelle Abwicklung.
Wir haben ein wirklich ungutes Gefühl: Es geht dieser Stadt nicht so schlecht, weil das Geld fehlt. Mit einem solchen Mangel können kreative und intelligente Menschen umgehen, dafür gibt es Beispiele genug. Es geht unserer Stadt so schlecht, weil die Ideen fehlen. Wir sind überzeugt, dass sich eine Grundschule in Hirschberg noch lange erhalten ließe - wenn man nur Mut und Ideen hätte. Die Bereitschaft im Ort ist vorhanden, man ist längst bereit, sich auch mit ungewöhnlichen Schritten zu arrangieren.
Und das sei auch schon einmal gesagt: Wir Hirschbergerinnen und Hirschberger haben Mut und Ideen, um für den Erhalt unserer Schule zu streiten!

Für den Vereinsring Hirschberg e.V.
Stefan Enste - Vorsitzender
Dieter Bräutigam - Stellvertr. Vorsitzender

 

Der Hirschberger Grundschule droht bereits im nächsten Jahr die Schließung. Das wollen wir verhindern!

 

         

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